Ortsbegehung mit der Bürgermeisterin

Am 11.08.2022 war es wieder so weit: Ortsbegehung in Kummersdorf. Ein kurzer Abriss.

Die Ortsbegehung dient in erster Linie dazu, vor Ort infrastrukturelle Probleme hinzuweisen, diese aufzulisten und über deren Erledigung zu sprechen. Wie in jedem Ortsteil gibt es auch in Kummersdorf einige Punkte. Mit dem Fahrrad ging es um 17 Uhr zusammen mit der Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig, dem Bauamtsleiter Christopher Eichwald, SB Wirtschaftsförderung und Fördermittelmanagement Thomas Irmer, SB Tiefbau Verkehr und Versorgung Herr Lohse und dem Leiter des Bauhofes Felix Mayer eine Runde durch Kummersdorf.

Ein Problem, was überall in Kummersdorf zu sehen ist, sind die Schäden, die die Tiefbaufirma nach dem Verlegen der Rohre für die Glasfaserverkabelung hinterlassen hat. Diese Punkte hat die Stadtverwaltung bereits vor einiger Zeit aufgenommen. Einige davon waren in der Straße der Jugend, am Denkmal, in der Bahnhofstraße, Schauener Straße, usw.

Ein großes Problem ist in dem Zusammenhang auch, dass der Glasfaserausbau nicht für alle Kummersdorfer Grundstücke stattfindet. Insbesondere die Grundstücke am Ende der Straße der Jugend sind betroffen. Hier sollte der Landkreis nochmal befragt werden.

Im Birkenweg / Ecke Zum Kanal ragen von einem Waldgrundstück Bäume in die Freileitung.

Ersatzpflanzungen für Bäume müssten besser abgestimmt werden. Dazu wird Frau Iberl bei einer der nächsten Ortsbeiratssitzungen dabei sein, um Möglichkeiten zu besprechen. In dem Zusammenhang kam im Birkenweg die Frage auf, ob hier ein paar Birken gepflanzt werden können.

In der Waldstraße steht immer wieder Wasser auf der Straße. Es soll geprüft werden, ob man hier nicht eine Regenwassermulde anfertigen kann.

Am derzeitigen Fußballplatz, wo später das neue Gemeindezentrum gebaut wird, soll eine Bank und ein Mülleimer installiert werden.

Über den Arbeitsförderverein war eine Stelle in Kummersdorf geschaffen worden. Die Bürger fragten nach dem aktuellen Stand.

Ein ganz großes Thema seit vielen Jahren ist die Straße der Jugend und die extreme Staubentwicklung. Hier kam die Frage auf, ob man nicht ein Schild aufstellen kann, das die Fahrzeugführer darum bittet, Schrittgeschwindigkeit zu fahren, um die Staubbelastung zu reduzieren.

Der Postkasten, der sich aktuell noch am Denkmal befindet, soll zum Dorfplatz umgesetzt werden. Dazu soll der aktuelle Stand erforscht werden.

Am Bahnhof sollte eine Anbindung des Fußweges bis zum Bahnsteig erfolgen. Von der Straße aus ist nur noch Schotter, Wiese und wenn es Regnet eine große Pfütze vorhanden. Dann ist Kofferschleppen angesagt. Weiterhin ist der Gehweg in der Bahnhofstraße in einem ziemlich schlechtem Zustand. Da sollte mal geprüft werden, wie hier eine Reparatur erfolgen kann.

An der Brücke in der Kummersdorfer Hauptstraße senkt sich der Gehweg am Anschluß zur Brücke. Mit dem Fahrrad ist beim darüberfahren schon ein ziemlicher Stoß zu merken. Scheinbar sind das auch Schäden im Zusammenhang mit dem Glasfaserausbau.

Am Volleyballplatz soll die Robine entfernt und dafür neue Bäume ohne „Stacheln“ gepflanzt werden. Auch ein Radlerunterstand mit Ladesäule könnte hier aufgebaut werden. Der Mülleimer, der ziemlich dicht am Kanal steht, ist dort unnütz und könnte mehr zum Volleyballplatz / Tischtennisplatte gestellt werden.

Beim Friedhof soll das Tor neu gestrichen werden. Die Farbe grau soll dabei wieder genutzt werden. Der Weg vom Tor zur Trauerhalle hat mittlerweile durch die Ameisen einige Stolperstellen im Pfaster. Das sollte beseitigt werden. Am Giebel der Trauerhalle sind Schäden im Holz. Die Pumpe sollte eine Schutzbehausung erhalten. Der Weg zur anonymen Grabstätte muss unbedingt begradigt werden.

An der Schleusenbrücke braucht das Brückengeländer einen neuen Anstrich. Dieser soll in rot ausgeführt werden, wie bei der Brücke in der Kummersdorfer Hauptstraße.

Die Bankette in der Schauener Straße müsste erneuert werden. Die Regenmulde an der Ecke Zur Schleuse müsste in dem Zuge gleich mit erneuert werden.

Der Radweg Richtung Am Dudel weist Wurzelschäden auf. Hier soll geprüft werden, wie diese Schäden repariert werden können.

Privatweg Zur Schleuse (auf der Seite der Straße der Jugend) enthält noch die alten Schienen vom ehemaligen Sägewerk. Diese sind nicht mehr verkehrssicher. Der Eigentümer soll darauf hingewiesen werden.

Es sind eine Menge an Punkten, die hier zusammengekommen sind. Die Stadtverwaltung und der Bauhof arbeiten bereits an der Erledigung der Punkte.

Bieneninfos aus der Imkerei

Vom Sammeln und Stehlen

Die Bienen sammeln, was die Blüten hergeben aber nicht wirklich für uns Menschen.

Nektar und Pollen sind für die Ernährung der Bienen und der Brut erforderlich.

Die Entwicklung der Bienen hängt mit ihrer Ernährung zusammen. So werden die kleinen Maden, aus denen sich Arbeiterinnen entwickeln, nur kurz mit Pollen gefüttert, während eine potentielle Königin länger mit Gelee Royal gefüttert wird.

Die Bienen sammeln also für die Versorgung des Volkes mit Nahrung. Dabei wird der Nektar der Blüten aufgenommen und durch die Bienen mittels Einspeicheln so verändert, dass aus dem Nektar Honig wird. Der Honig wird von den Bienen in der sog. Honigblase zum Stock transportiert. Dort wird er dann wieder hervorgewürgt und in den Waben eingelagert.

Andere Bienen bin haben dann die Aufgabe den Honig so lange durch Umlagern im Stock zu trocknen, bis er einen optimalen Wassergehalt aufweist. Erst dann werden die einzelnen Zellen mit einem dünnen Wachsplättchen dicht verschlossen. Das ist unter anderem deshalb erforderlich, weil Honig an sich hydrophil – das heißt Wasser liebend- ist und deswegen starke Wechselwirkungen mit Wasser aufweist. Honig an sich ist bei einem geringen Wassergehalt sehr lange haltbar. Wenn er jedoch zu feucht ist, kann es passieren, dass er gärt und damit verdirbt oder bestenfalls zu Met wird.

Der nach süßer, schneller Energie lechzende Mensch  entnimmt dem Bienenstock die gut gefüllten Honigwaben. Wir Menschen nennen es „ernten“ – Bienen würden dazu rauben sagen.

Für die Bienen sind wir nicht besser als ein Bär.

Damit die Bienen im Winter nicht hungern, geben ihnen die braven Imker*innen Zucker als Ersatz, den sich die Bienen wieder umarbeiten müssen.

Bienen sind Waldtiere. daher ernten sie in der Regel den Nektar von Baumblüten – den sogenannten Blütenhonig. Der Geschmack des Honigs richtet sich danach von welchen Blüten die Bienen den Nektar gesammelt haben. Übrigens: der sogenannte Waldhonig stammt nicht von Blüten, sondern von den zuckerhaltigen Hinterlassenschaften der Blattläuse. 

Bekannt ist jedoch auch der Rapshonig oder der Buchweizenhonig. Diese werden vor allem auf großen Anbauflächen gewonnen. Anders als z.B. die Hummeln, geben sich Bienen mit der sog. Kleckertracht (gemeint sind einzelne Blüten) eher nicht ab. 

Wir können uns glücklich schätzen, dass es die Honigbiene gibt, die als einzige Insektenart einen solch schönen Wintervorrat anlegt, den wir auch genießen können.

Nächste Folge: 

Nüscht is‘ umsonst – auch nicht der Honig (über die Verarbeitung von Bienenprodukten)

Kulinarischer Sonntag

Leckereien aus aller Welt werden hier in Kummersdorf präsentiert. Am 02.10.2022 geht es um 11 Uhr am Gemeindehaus Kummersdorf los.

Hühnchen trifft auf „The BBQ Sauce“: Amerikanisches Hühnchen, im Smoker zubereitet und mit der leckeren Barbecue Sauce wird es zum Hochgenuss.

Südafrikanische Spezialitäten: Jacob bringt eine südafrikanische Bauernwurst und andere Leckereien auf den Tisch. Ihr dürft gespannt sein.

Der Edeka Burger: In Zusammenarbeit mit Edeka Grandhand in Storkow wurde der Burger entwickelt. In der kommenden Woche werden die Zutaten dafür in der Zusatzbeilage der Edeka Werbung beworben und die ganze Woche nach dem Kulinarischen Sonntag bei Edeka zum Nachmachen zu kaufen sein.

Steinofenbrot: Leckeres, frisch gebackenes, knuspriges Brot aus Kummersdorf – zum reinbeißen oder mit nach Hause nehmen.

Fischspezialitäten: Frischen Fisch fisch nicht Fischers Fritze, sondern Fischer Mellack aus Blossin. Diesen bringt er lecker zubereitet mit nach Kummersdorf.

Kummersdorfer Currywurst: Unsere Currywurst mit einer eigens kreierten Currysauce. Ein Gaumenschmaus.

Ab 14 Uhr Tanzcafé und Kuchen: Mit viel Liebe gebackener Kuchen von Kummersdorfer Bäckerinnen und Bäckern und Freunden, kredenzt von der Volkssolidarität. Wer gerne einen Kuchen spenden möchte, kann diesen am 02.10.2022 ab 8 Uhr am Gemeindehaus abgeben. Wir sind gespannt, welche tollen Kreationen entstehen. Zum Tanzcafé gibt es Blasmusik mit der 6-köpfigen Kapelle „Die Blechvibratoren“.

Pizza für Kids: Kinder machen ihre Pizza selber. Teig ausrollen, Zutaten auswählen, Pizza belegen, backen und genießen. Hmmm…. lecker. Gebacken wird die Pizza im Weber Kugelgrill. Wer nicht gerade seine Pizza zubereitet, kann sich beim Kinderschminken oder auf der Hüpfburg vergnügen.

Wer Lust hat, den Kulinarischen Sonntag nicht nur als Gast sondern als Team zu begleiten, der kann sich gerne an Enrico Graß unter 01704802167 wenden.

Schwarze Königskerze

Das erste Mal fiel mir in diesem Sommer diese Pflanze auf, obwohl der Kosmos Naturführer „Was blüht denn da“ sie als ziemlich häufig ausweist.

Sie mag nährstoffreiche, humushaltige Böden und steht gern sonnig oder halbschattig. Am liebsten wächst sie auf Ödflächen, an Straßen- und Wegrändern, Böschungen, in lichten Wäldern, auf Schuttplätzen und Trockenwiesen.

Bei optimalen Bedingungen wird sie bis zu 1,20m hoch. Besonders ist bei der schwarzen Königskerze die Färbung der Staubblatthaare. Diese violette wollige Behaarung bildet einen wirklich schönen Kontrast zu den gelben Blüten. Sie ist eine zweijährige Pflanze. Die Blüten können wir von Juni – September bestaunen (Wikipedia weicht ab und schreibt von Mai – Oktober). Als Braunwurzgewächs gehört Sie in die Gruppe der Lippenblütler. Hm, irgendwann in Biologie schon mal gehört…

Auf den Spuren von Bruchwäldern, Krebsscheren und Fischottern – Paddelbootsausflug von Kummersdorf nach Wolzig

Grundsätzlich verbindet der Storkower Kanal über 9km Länge den Storkower See mit dem Wolziger See. Viele Bootsfahrer nutzen und genießen diese Wasserstraße von April bis Oktober, wenn die geöffneten Schleusen die Durchfahrt ermöglichen.

Gut 3km Länge misst der Kanal ab der Kummersdorfer Hauptstraße (L40) bis zum Wolziger See. Ein besonders schöner, sich in leichten Kurven schlängender Abschnitt liegt vor uns. Mit dem Paddelboot benötigt man für eine Strecke ca. 60min. Je nachdem, wie viele Foto- und Naturgenusspausen ihr einlegt. An sehr sonnigen Tagen ist es unbedingt empfehlenswert, Getränke, evtl. etwas zu Essen und eine Kopfbedeckung mitzunehmen. Auf diesem Abschnitt gibt es keine Einkehrmöglichkeit.

Bis kurz vor die Mündung in den Wolziger See ist der Storkower Kanal hier als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Kurz nach Beginn der Paddeltour fließt von Osten her das Stahnsdorfer Fließ in den Kanal. Ab dann nimmt der Kanal seinen Lauf. Wenn gerade kein Motorboot unterwegs ist, ist es einfach nur still und urwüchsig. Satte Natur umgibt uns. Auf dem gesamten Wasserstraßenweg bis kurz vor Wolzig begleitet uns Bruchwald – ein permanent nasser, örtlich überstauter, langfristig gefluteter sumpfiger Wald.

Nachträglich recherchiert, soll es im Kanal Krebsscherenflure geben. Was? Krebse? Nein. Weniger spektakulär, aber auch nicht unwichtig. Eine Krebsschere ist Wasserpflanzenart und gehört zu den Froschbissgewächsen…Warum haben Pflanzen eigentlich Tiernamen? Sollte irgendwer die Frage beantworten können, freuen wir uns über eure Rückmeldung. Wikipedia verrät auch zu dieser Wasserpflanze, dass die Libelle Grüne Mosaikjungfer generell ihre Eier nur auf der Krebsschere ablegt. Interessant.

https://de.wikipedia.org/wiki/Krebsschere

Ein weiterer Bewohner: Der Fischotter. Gesehen haben wir ihn nicht, aber er ist wohl auch am und im Kanal zu Hause. Und das ist schön. Zählt der Wassermarder doch zu den gefährdeten Arten, ist vom Aussterben bedroht und steht daher auf der Roten Liste. Vielleicht entdecken wir ihn auf einer der nächsten Touren… Freuen wir uns einfach darüber, dass die Natur hier bei uns intakt ist.

Anbei ein paar Impressionen..

Naturschutzgebiet Storkower Kanal – Wikipedia

Exkurs Schifffahrtskunde / Beim WSA angefragt, erhielten wir folgende Antworten zu:

Die lange rot-weiße Stange ist wofür da?  Ungefähr nach 1,5km standen einige in loser Reihenfolge rechts in Richtung Wolzig im Kanal.

„Die Stangen auf dem Bild kennzeichnen wie eine Tonne die Fahrrinne. Sie kommen dort zum Einsatz wo die Wasserstraße breiter als das Fahrwasser ist und nicht durch eine Uferbefestigung gekennzeichnet werden. In diesem Fall Kummersdorf bis Wolzig ist durch die gewollten Ausspülungen die garantierte Fahrrinne nicht offensichtlich.“

Die Tafel mit weißem Grund / schwarzem Rand und schwarzer Zahl zeigt was an?

„Zahlen: Diese kennzeichnen den Wasserstraßenkilometer. Die nautische Kilometrierung von Gewässern dient der Orientierung und wird mit diesen Tafel die am Ufer und im Wasser stehen gekennzeichnet. Die Kilometrierung erfolgt von der Mündung zur Quelle. Jede Wasserstraße ist für sich kilometriert. In diesem Fall sind die Storkower Gewaässer vom Abzweig Prieros (hier ist Km 0) bis Bad Saarow (hier ist Km 32) bezeichnet.
Eine Ausnahme bildet der Rhein, der in Fließrichtung bezeichnet wird also in Richtung Nordsee.“

Und dann stand in der Antwortmail noch folgender Kommentar:

„Ich bin ein wenig verwundert das dann nicht automatisch die Frage nach den weißen Tafeln mit einem Kreuz darauf kommt? Diese stehen immer zwischen den Tafeln mit Zahlen.
Lustigerweise sagen die Leute aus der Schifffahrt immer, und das hat man als ich hier angefangen hat auch gemacht, das wäre ein Wasserbauergrab. Also die Leute die bei uns an der Strecke arbeiten. Zu Ehren derer ist jeder mit so einem Schild an seiner Wasserstraße begraben.
Nein natürlich nicht – das ist der halbe Kilometer. Also ähnlich wie an der Straße dienen diese Schilder der Orientierung.“

 
„Übrigens auf der Bundeswasserstraße gibt es wie auf den Straßen auch eine Befahrens Ordnung – die Binnenschifffahrtsstraßenordnung kurz BinStrO. Zu finden auf elwis.de.“

Vielen Dank auf diesem Wege ans Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree Havel
Außenbezirk Kummersdorf für die klärenden Antworten auf offene Fragen 😊.

580 Jahre Kummersdorf

Im Jahr 1442 wurde Kummersdorf das erste Mal erwähnt. Daher lässt sich darauf schliessen, dass es hier schon vor mindestens 580 Jahren Siedlungen gab. Wahrscheinlich ist die Geschichte von Kummersdorf schon viel älter. Dafür gibt es derzeit keine urkundlichen Belege.

In der Zeit, in denen die Historiker nach weiteren Belegen suchen, feiern wir das 580 jährige Jubiläum der urkundlichen Ersterwähnung. Wir begehen dieses Jubiläum mit einem Kulinarischen Sonntag. Am 02.10.2022 geht es los. Dieses Mal ohne Wettbewerb, aber dafür wie immer mit vielen Leckereien für die ganze Familie.

Erstmalig gibt es den Edeka Burger. Zartes Hünchenfleisch wird umgarnt von leckerer Barbeque Sauce, Jacob zaubert südafrikanische Spezialitäten, es gibt frisches Brot aus dem Steinbackofen, Fisch Sandwich, Original Kanalwurst, Pizza für Kids zum Selbermachen und leckeren Kuchen – made in Kummersdorf und kredenzt von der Volkssolidarität. Für die Kids gibt es Kinderschminken und eine Hüpfburg. Nachmittags gibt es dann ein Tanzcafé.

Hau rein, altes Sägewerk!

Das alte Sägewerk.

Viel Geschichte und viele Geschichten. Nach vielen Jahren des Stillstandes bewegt sich nun etwas auf dem Gelände des alten Sägewerkes. Leider ist es aber keine Restaurierung oder Umbau, sondern es ist ein Abriss. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht hat der Eigentümer nun den Abriss angefangen. Wir konnten einige letzte Fotos machen. Es sind erstmal nur 3. Vielleicht kommen noch weitere hinzu.

Ihr habt 45 Sekunden Zeit, zu lauschen?

So klingt es bei uns in Kummersdorf im Mai 2022 kurz vor Sonnenaufgang. Die „Wackler“ bitten wir zu entschuldigen, es war sooo früh.. Ihr seht im Video ganz oben rechts im Baum den kleinen Vogel sitzen? Auch ein Hund aus dem Dorf kündigt den bevorstehenden Tag an…

Fledermäuse (Microchiroptera)

Schon etwas länger her, erreichte uns eine Info mit folgendem interessanten Naturerlebnis:

„Wir haben im Kanal ein kleines Lebewesen gerettet. Mit einem Angelkescher konnten wir es an Land ziehen. Es entpuppte sich als kleine Fledermaus. Sie war total erschöpft. Wir setzten sie am Baum in die Sonne. Nach kurzer Zeit bewegte sie sich in Richtung Stamm. Dann kletterte sie im Schneckentempo den Stamm empor, breitete die Flügel aus, um zu trocknen. Das dauerte 2 Tage. Dann am Abend flatterte sie davon.“

Danke an euch Fledermausretter für die Zeilen und das Foto! So können alle daran teilhaben. Fledermäuse, die am Tag sichtbar sind, benötigen unsere Hilfe! Alles richtig gemacht.

Man geht davon aus, dass Fledermäuse seit 40 – 55 Millionen Jahren auf unserer Erde existieren. Aus dieser Zeit stammen die ältesten Funde.

In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten. Man schätzt, dass ca. 19 Arten – u.a. die Breiflügel- und die Zwergfledermaus – davon bei uns im Land Brandenburg heimisch sind. Alle Arten stehen auf der Roten Liste und damit unter Naturschutz.

Bitte nicht mit bloßen Händen anfassen! Sie beißen gern, um sich zu wehren und können evtl. Tollwut übertragen.

Ab der Abenddämmerung jagen unsere heimischen Arten vor allem Mücken und Nachtfalter. Täglich muss eine Fledermaus bis zu einem Drittel ihres eigenes Körpergewichtes fressen. Also ca. 10g pro Tag. Rund 1kg Insektennahrung kommen da in den Sommermonaten zusammen. Schön, dass die ein oder andere Mücke vertilgt wird.. 😊

Die Lebenswelt für diese kleinen Flieger ist bei uns in Kummersdorf ideal. Sie benötigen Hecken, Wälder, Gewässer, Bäume und Blumenwiesen. Alles bei uns  vorhanden…Vor allem Hecken und Bäume sorgen doppelt für die Tiere. Sie sind nicht nur Unterschlupf, sondern auch Flugstraße. Fledermäuse können sich durch sie sehr gut in ihrem Jagdrevier orientieren. Fledermäuse schmecken Greifvögeln und Eulen. Marder und Katzen töten sie, fressen sie aber nicht.

Das Fledermaustelefon – hier sitzen Experten, die viele weitere Fragen beantworten können.

030 – 284984 5000

Fledermäuse in Brandenburg – NABU Brandenburg

Infos zur Breitflügelfledermaus

Bieneninfos aus der Imkerei

Willi und Maja – nur Freundschaft??? (die Fortpflanzung der Bienen)

Um es gleich zu schreiben: Willi und Maja werden nie ein Paar und gründen auch keine Familie.

Im Grunde sind die Drohnen – so wie unser Willi – wirklich entspannte Zeitgenossen – doch leider sind sie für den eigenen Bienenstock nicht nur ohne Bedeutung sondern – im Gegenteil – eine Last. 

Sie treiben sich im Stock rum und lassen sich von den Bienen versorgen. Ihre einzige Aufgabe besteht darin sich fortzupflanzen. Dazu fliegen sie vielleicht einmal zu einem Drohnensammelplatz, um bei einer anfliegenden Königin zu landen.

Wenn im Frühjahr die Zeit ran ist, dass die Völker wachsen und die Bienenstöcke langsam aber sicher zu eng werden, dann schicken sich die Bienen an zu schwärmen (im Sommer wird ein Bienenstock von 50.000 bis 60.000 Bienen bevölkert). Das heißt, dass die Königin mit einem Teil des Volkes (so um die 20.000 Bienen) sozusagen auszieht. Doch dazu muss zunächst ihre Nachfolge im Stock geregelt werden. Hierfür wird durch das Bienenvolk eine neue Königin herangezogen. In dem Moment, in dem die neue Königin schlüpft nimmt dies die alte Königin wahr und verlässt mit einem Teil des Volkes (nur Flugbienen) den Bienenstock. Die Bienen fliegen aus dem Stock aus und suchen zunächst einen Platz, wo sie sich um ihre Königin sammeln – sie bilden eine Traube (diese kann man ab und an in einem Baum im Garten hängen sehen). Späher-Bienen fliegen dann aus, um eine neue Wohnhöhle zu finden. Sobald die Späherinnen eine neue Bleibe gefunden haben, fliegt der ganze Schwarm davon. So werden aus einem Volk zwei Völker – das ist die Vermehrung der Bienen.

Sobald die junge Königin geschlechtsreif und flugfähig ist, begibt sie sich auf den Hochzeitsflug. Dieser führt sie zu einem sogenannten Drohnensammelplatz. Drohnensammelplätze befinden sich immer hoch in der Luft. Wie die junge Königin den Weg zu dem Drohnensammelplatz findet und woher sie weiß wo er sich befindet, ist bislang noch nicht bekannt.

Die Bienenkönigin wird in der Luft von mehreren Drohnen begattet, die anschließend versterben. Anschließend fliegt die junge Königin zurück zu ihrem Stock.

In ihrem Stock angekommen beginnt die Königin ihre Lebensaufgabe zu erfüllen. Sie legt Eier – bis zu 2000 Stück pro Tag, bis zu 7 Jahre lang…. Dabei bestimmt die Königin, ob sie ein befruchtetes Ei legt, aus dem sich eine Arbeitsbiene entwickelt oder ob sie ein unbefruchtetes Ei legt, aus dem ein Drohn schlüpft.

Wenn sich im Herbst das Bienenvolk auf den Winter vorbereitet, müssen alle Ressourcen gebündelt werden, um das Überleben des Volkes über den Winter zu sichern. Dazu werden auch die überflüssigen Fresser aus dem Stock geschmissen. Außerhalb des Stockes können die Drohnen nicht überleben und sterben.

Nächste Folge:

Bieneninfos aus der Imkerei: Vom Sammeln und Stehlen

Schneller, als die Polizei erlaubt

Dass es immer wieder Geschwindigkeitsübertretungen bei uns im Dorf gibt, ist bekannt. Wir haben jetzt eine Auswertung. Aber kurz nochmal ein paar Infos zum Thema.

Wer in Kummersdorf an der Hauptstraße wohnt, kennt das Problem: Es gibt einfach zu viele Fahrzeugführer, die für den schlechten Zustand der Straße und den damit verbundenen Auswirkungen kein Gefühl haben oder denen es schlichtweg egal ist, was die Vibrationen mit den Häusern und der Lärm mit den Anwohnern macht. Der Landesbetrieb Straßenwesen, der für die Landesstraße zuständig ist, hatte daher vor vielen Jahren Tempo 30 Schilder im Bereich des Kopfsteinpflasters aufgestellt.

Messungen der Polizei und des Landkreises haben hier aber regelmäßig wenige Verstöße festgestellt. Das liegt sicherlich auch daran, dass Verkehrsteilnehmer über verschiedene Kanäle gewarnt werden und damit an der Messstelle Höhe Trafo langsam fahren. Da die Messstelle immer dieselbe ist, kommt es zu so einem verfälschten Ergebnis. Dieses spiegelt aber nicht die Realität der wirklich gefahrenen Geschwindigkeiten an den relevanten Stellen im Ort wieder.

Später wurde festgestellt, dass der geteerte Bereich am Ortseingang von Storkow kommend Querrisse hat. Diese haben durch den Verkehr Auswirkungen auf die Gebäude an der Straße in diesem Bereich und natürlich sind diese Schallwellen in Form von Vibrationen durch die Bewohner sehr deutlich spürbar. Auch hier wurden dann ebenfalls Tempo 30 Schilder aufgestellt. Der Erfolg lässt auf sich warten.

Im Jahr 2021 wurden vom Ortsbeirat zwei Geschwindigkeitsmesstafeln beschafft und in der Kummersdorfer Hauptstraße aufgestellt. Zunächst in einem Blindmodus, bei dem nur gemesen aber nichts angezeigt wurde. Bei diesem Versuch über 14 Tage wurden Ende Januar / Anfang Februar die Zahl der Fahrzeuge und deren Geschwindigkeiten ermittelt.

Im Anschluss wurde dann bei beiden Geräten die Anzeige der Geschwindigeit eingeschaltet. Es zeigte sich, dass die Anzeige der ermittelten Geschwindigkeit einen Einfuss auf die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit hat.

Leider sind aber durchgehend immer wieder extreme Geschwindigkeiten gemesen worden. Am Ortseingang mhr als im Ortskern. Wir veröffentlichen hier keine gemessenen Höchstgeschwindigkeiten. Wären der oder die Fahrer*innen von einer offiziellen Geschwindigkeitsmessung der Polizei oder der Ordnungsbehörde erwischt worden, dann zöge das die Höchststrafe für Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts nach sich. Und es würde Vorsatz unterstellt werden können, was in einer MPU münden könnte. Derartige Geschwindigkeitsüberschreitungen sind durch nichts zu rechtfertigen.

Wir möchten aber einmal am Beispiel der Messanlage am Ortseingang von Storkow kommend ein paar statistische Infos geben. Diese Messtafel beginnt ihre Messungen etwa in 300m Entfernung. Daher leutet sie bereits, wenn man noch ausserhalb der Ortschaft ist. Es werden dadurch sehr viele Daten gespeichert. Bei der Auswertung später kann die Messentfernung angegeben werden, um die Geschwindigkeiten ausserhalb der Ortschaft herauszufiltern.

Wir haben exemplarisch mal den Zeitraum 01.08.2021 – 31.01.2022 herausgenommen und geben mit den folgenden Grafiken einen kleinen Überblick.

Wir beginnen mit der Anzahl der Fahrzeuge, die Tag für Tag nach Kummersdorf hereinfahren. Im besagten Zeitraum wurden 160121 Fahrzeuge gezählt. Hierbei werden sowohl Fahrräder, motorisierte Zweiräder als auch PKW und LKW gezählt. Spitzenreiter war in diesem Zeitraum der 03.08.2022 zwischen 9:30 und 9:45 Uhr so viele Fahrzeuge gezählt, dass dieses einem Wert von 166 Fahrzeugen pro Stunde entspricht.

Gesamtübersicht eingehender Fahrzeuge

Bei genauerem Hinsehen ist an diesem Tag ist eine erhöhte Anzahl an Fahrzeugen im Bereich 08:30 und 10:30 Uhr zu erkennen. Normal sind in dem Zeitraum 140 – 180 Fahrzeuge. An diesem Tag wurden in dieser Zeit etwa 530 Fahrzeuge gezählt. Ein Blick auf die folgende Grafik zeigt diese Entwicklung.

Tagesübersicht eingehende Fahrzeuge 03.08.2021

Im Bereich ausgehende Fahrzeuge ist ein wesentlich höheres Gesamtaufkommen zu erkennen. Mit 204754 Fahrzeugen ist im betrachteten Zeitraum etwa ein 30% höheres Gesamtverkehrsaufkommen registriert worden.

Die L40 ist die offizielle Umleitungsstrecke für die A12 in Richtung Frankfurt (Oder) zwischen den Anschussstellen Friedersdorf und Storkow (Mark). Bei Störungen auf der A12 erhöht sich automatisch das Verkehrsaufkommen auf den Umeitungsstrecken. Wenn diese dazu auch noch in schlechtem Zustand sind, wie die Ortsdurchfahrt in Kummersdorf, kann das eine erhebliche Belastung zur Folge haben.

Gesamtübersicht ausgehender Fahrzeuge

Herausragende Tage im betrachteten Zeitraum sind der 27.08.2021, 03.12.2021 und der 28.10.2021. Schauen wir uns den Spitzenreiter 27.08.2021 mal etwas genauer an.

Übersicht ausgehende Fahrzeuge 27.08.2021

Die stärkste Belastung war zwischen 14:15 und 14:30 Uhr registriert worden. Dort fuhren umgerechnet 426 Fahrzeuge pro Stunde. Die erhöhte Belastung dauerte von etwa 13:00 bis nach 18:30 Uhr. In diesem Zetraum sind 3227 Fahrzeuge in Richtung Storkow aus Kummersdorf herusgefahren. Die durchschnittliche Anzahl an Fahrzeugen in dieser Richtung liegt in diesem Zeitraum zwischen 550 und 600.

Die Geschwindigkeiten sind hierbei fast immer überschritten worden. Die folgenden zwei Grafiken veranschaulichen die geessenen Geschwindigkeiten sowohl für ankommende Fahrzeuge, als auch für abfahrende Fahrzeuge. Hier nochmal der Hinweis: Die Geschwindigkeiten sind um die ausserhalb gemessenen Werte bereinigt und stellen nur die Werte ab Ortseingang dar. Der Abstand von 20m bis zum Tempo 30 Schild kann hierbei vernachlässigt werden.

Tortendiagramm ankommende Fahrzeuge im Betrachtungszeitraum

Bei den ankommenden Fahrzeugen wird die Anzeige gesehen. Sie zeigt die gefahrene Geschwindigkeit an. Jedoch wird ab einer bestimmten Geschwindigkeit keine Werte mehr, sondern nur der Text „zu schnell“ angezeigt. Der Effekt schlägt sich in den Zahlen nieder. Fast 40% der Fahrzeugführer halten sich an die 30 km/h. Der Rest nicht. Etwa ein Drittel fährt sogar im Bereich Ordnungswidrigkeit bzw. Straftat.

Tortendiagramm abgehende Fahrzeuge im Betrachtungszeitraum

Bei den abfahrenden Fahrzeugen, also denen Richtung Storkow, sieht das Bild schon ganz anders aus. Hierbei fährt leider nur ein sehr geringer Teil bis zum Ortsausgang die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 km/h. Die Anwohner berichteten genau dieses Verhalten, welches nun mit Zahlen unterlegt werden kann.

Eine weitere Größe sind die Perzentile, die die Auswertung dieser statistischen Erhebung ergibt. Die Auswertung kann V30, V50 und V85 Perzentile ausgeben. Für unsere Betrachtung sind die V85 Perzentile entscheidend. Unter dem V85 Perzentil versteht man einen Indikator, der aus einer großen Anzahl an ermittelten Daten eine gut begreifliche Zahl ermittelt. V85 deshalb, weil diese Zahl in unserem Fall angibt, welche Geschwindigkeit von 85% der Fahrzeugführer eingehalten und von den restlichen 15% überschritten wird. Damit werden sehr hohe Geschwindigkeiten nicht betrachtet. Dafür hat man einen praktisch gut verwendbaren Indikator. Dieser Wert solte auf jeden Fall unter der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit liegen. Ist das nicht der Fall, so wird die Höchstgechwindigkeit von mehr als jedem siebten Fahrzeugführer überschritten. Hier müsste die zuständige Behörde eingreifen, da dies einen Sicherheitsmangel der Straße darstellt.

Für die Richtung Ortseinwärts beträgt der V85 Wert 49 km/h und ist damit viel zu hoch. Ortsauswärts beträgt das V85 Perzentil sogar 63 km/h. Hierbei besteht also dringender Handlungsbedarf, um diese V85 Perzentile dauerhaft unter 30 km/h zu senken.

An der Messstelle vor dem Feuerwehrgerätehaus im Ortszentrum zeigt sich hingegen ein etwas anderes Bild hinsichtlich der gemessenen Geschwindigkeiten. Die V85 Perzentile sind hier nur leicht über der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit. Für Fahrzeuge von der Brücke in Richtung Storkow fahrende Fahrzeuge beträgt der Wert 33 km/h und in die andere Richtung 34km/h.

Bei der Bewertung der Perzentile sind nur die reinen Geschwindigkeiten erfasst. Die Auswirkungen hinsichtlich Lärmschutz oder Bausubstanz fließen hier nicht ein. Durch den schlechten Zustand der Straße und den feuchten Untergrund durch die Nähe zum Kanal sind die Vibrationen noch größerer Entfernung zur Straße zu spüren und der Lärm der Reifen und Motoren, sowie bei LKWs der Lärm durch die Beladung oder Anbauten entsprechend weit zu hören. Bei einer entsprechenden Anzahl an Fahrzeugen kann das für die Bausubstanz und vor Allem für die Gesundheit der Anwohner sehr starke, negative Auswirkungen haben.

Wir appellieren an die Fahrerinnen und Fahrer der motorisierten Fahrzeuge:

Bitte halten Sie sich an die Höchstgeschwindigkeit. In Kummersdorf gilt 30km/h für die gesamte Hauptstraße in beiden Richtungen. Nutzen Sie die Technik in Ihrem Fahrzeug. Schalten Sie den Tempomat mit Abstandsregelung ein. Falls eins oder beides nicht vorhanden ist, sollte das aber auch mit herkömmlichen Mitteln machbar sein.

Osterfest 2022 in Kummersdorf

Komm mit, entflammt, Lauscher auf!

Im Jahr 2022 gibt es nun schon das 26. Osterfeuer in Kummersdorf. Damit gibt es den Jugendclub schon 25 Jahre. 1997 wurde er eröffnet und zugleich das erste Osterfeuer entfacht.

In diesem Jahr haben wir wieder ein paar Besonderheiten zusammengebracht. Am 09.04.2022 läuft in Kummersdorf das „Frühlingserwachen“. Dabei werden einige Kunstwerke entstehen. Diese werden wir in der Ausstellung im Gemeindehaus zeigen. Komm mit, denn ab 18 Uhr geht es mit dem Fackelumzug einmal durch das Dorf und zurück zum Festplatz. Dort wird um 19 Uhr das Osterfeuer entflammt.

Um 20 Uhr heisst es auf der Lesebank „Lauscher auf“. Es wird die eine oder andere lustige Geschichte geben.

Frühlingserwachen in Kummersdorf

Der Frühling ist da!

Der Winter war lang. frostig-kalt, aber nicht richtig kalt, kurz ein bisschen Schnee, aber oftmals grau. Die Frühblüher zeigen mit ihren Farbklechsen im brau-grauen Feld den nahenden Frühling an.

Ein schöner Anlass, es den Frühblühern gleich zu tun. Frühlingserwachen – zeigt Farbe, zeigt Engagement. Für dich, für Kummersdorf, für uns alle.

Am 09.04.2022 ist es soweit. Ab 9 Uhr hann jeder bei sich zu Hause oder bei den Aktionen im Dorf etwas tun.

Am Gemeindehaus gibt es die eine oder andere Kunstaktion. Hierbei kann auch mitgemacht werden. Sei kreativ zum Thema Frühlingserwachen mit anschließender Ausstellung im Gemeindehaus.

Ab 12 Uhr gibt es am Gemeindehaus dann Erbsensuppe mit Bockwurst auf Vorbestellung. Dafür bitte die Telefonnummer 01704802167 anrufen oder per Whatsapp melden.

Wie geht es weiter mit unserem Gemeindezentrum?

Bauantrag und Fördermittelaquise sind nun im Fokus.

Nachdem die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung im Dezember 2021 die Ergebnisse der öffentlichen Auslegung des Entwurfes des Bebauungsplanes und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange abgewogen und einen Beschluss dazu gefasst hat und im zweiten Schritt den dazugehörigen Satzungsbeschluss gefasst hat, kam nun ein weiterer Beschluss auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 24.02.2022. Dieses Mal ging es um den Grundsatzbeschluss zum Vorentwurf des Bebauungsplanes. Zuvor berieten noch der Ausschuss für Bauen und Umwelt (25.01.2022), der Ausschuss für Bildung, Soziales und Ordnung (26.01.2022), der Ortsbeirat Kummersdorf (27.01.2022) und der Hauptausschuss (10.02.2022) über diesen Vorentwurf.

Die Stadtverordnetenversammlung hat diesen Beschluss nun gefasst. Aus dem Entwurf kann nun ein Plan gemacht werden, der dem Bauantrag beigefügt werden muss.

Im Jahr 2019 haben wir eine Maßnahmebeschreibung für das LEADER Programm geschrieben. Diese muss nun nochmal vom Ortsbeirat aktualisiert werden.

Von Bienchen und Blümchen – die etwas andere Aufklärung

In unserer Mini-Serie „Bieneninfos aus der Imkerei“ geht es rund um Bienen und die Imkerei – natürlich aus erster Hand. Die Beiträge werden in loser Folge über das Jahr verteilt veröffentlicht.

Seit Wochen herrschte Ruhe am Bienenstock, doch dann kamen die ersten warmen Tage im Februar.

Plötzlich flogen viele Bienen, die sich dringend entleeren mussten. Dieser erste Ausflug nach dem langen Aufenthalt im Stock nennt man den Reinigungsflug. Den Winter über haben die Bienen hartnäckig angehalten – im Bienenstock gibt es schließlich keine Toilette und Bienen sind sehr reinliche Tiere.

Den Winter über waren die Bienen nur damit beschäftigt sich gegenseitig – aber insbesondere ihre Königin – warm zu halten. In der Zeit hat keine Biene den Stock verlassen. Die Bienen haben eine sogenannte Traube um die Königin herum gebildet. Innerhalb dieser Traube findet ein bestimmtes Rotationsverfahren statt. Die Traube bewegt sich langsam durch den Bienenstock, wobei die äußeren Bienen der Traube den im Sommer eingetragenen Honig als Nahrung aufnehmen. Der Honig liefert die Energie, die die Bienen benötigen, um durch Vibration ihrer Brustmuskeln Wärme zu erzeugen. Die Honigbiene ist im Übrigen die einzige Bienenart, die Honig in Waben speichert. Das ist die Grundlage dafür, dass ein Teil des Volkes überwintern kann. Dadurch kann sich das Volk im Frühjahr sehr schnell entwickeln und im großen Stil Frühblüher wie z.B. Obstbäume bestäuben. Bei den Wildbienenarten hingegen überwintern lediglich die Königinnen. Diese bilden im Frühjahr, wenn überhaupt, nur wesentlich kleinere Völker als unsere Honigbiene.

Was brauchen die Bienen im Frühjahr?

Die ersten Nahrungslieferanten im Blumengarten im Jahr sind Krokusse, Winterlinge, Schneeglöckchen, Christrose und andere Frühblüher. Den Pollen (sog. Bienenbrot) für die Aufzucht der Sommerbienen liefern z.B. Weiden, Haselnuss und Kornelkirsche. Aus Pollen und Wasser stellen die Bienen einen Nahrungsbrei her, den sie an die Maden verfüttern, aus denen sich die Sommerbiennen entwickeln. Im April, Mai und Juni wissen Bienen Blühpflanzen wie Lauchzwiebel, Arten der Glockenblume, Goldkolben, Mohn, Spiere, Geißbart, Akelei und Kornblume zu schätzen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschat (BMEL) hat eine interessante Webseite dazu veröffentlicht. Unter https://bienenfuettern.de gibt es viele Infos und Hinweise zum Thema. Unter Anderem kann dort auch eine Broschüre als PDF heruntergeladen werden.

In der nästen Folge: Willi und Maja – nur Freundschaft??? (Fortpflanzung der Bienen)